Was tun, wenn Akku & Nerven einfach leer sind?
Manchmal gibt es diese Phasen, da läuft im Alltag scheinbar alles seinen gewohnten Gang – und trotzdem spüren Sie: Ich bin komplett durch.
Im Job baut sich der Druck auf, die Familie fordert vollkommen zu Recht Ihre Aufmerksamkeit und Zeit, und im täglichen Einerlei gehen Sie mit dem, was Sie eigentlich beschäftigt, komplett unter. Die ständigen Nackenschmerzen, das Ziehen im Rücken oder die immer wiederkehrenden Kopfschmerzen werden einfach weggedrückt. Hauptsache, der Laden läuft.
Wir haben uns komplett daran gewöhnt, an solchen Symptomen einfach nur herumzudoktern. Eine Schmerztablette hier, eine Tasse Kaffee mehr gegen die Müdigkeit oder schlicht: Zähne zusammenbeißen und weiterfunktionieren. Doch das löst das Problem nicht. Es schiebt den kollabierenden Akku nur weiter vor sich her.
Ihr Körper spricht – ganz ohne Worte
Wenn Klienten zu mir in den RESET-Raum kommen, sehe ich oft schon beim ersten Hinlegen, was dieser Spagat im Alltag angerichtet hat.
Die Schultern stehen hoch, die Hände sind verkrampft, der Atem geht flach und das gesamte System steht unter Dauerstrom. Während der Kopf noch versucht, die To-Do-Liste des Tages abzuarbeiten, signalisiert der Körper längst den Notstand.
Das Gute im RESET-Raum: Sie müssen mir nichts erklären. Sie müssen sich nicht rechtfertigen oder analysieren, warum Sie erschöpfend gestresst sind. Ihr Körper spricht ohnehin für sich.
Wie Jin Shin Jyutsu das Nervensystem erreicht
Beim Jin Shin Jyutsu geht es nicht darum, Symptome schnell wegzuwischen. Es ist ein schichtweises Arbeiten – Schale für Schale, tief hinein in das Nervensystem.
Durch das sanfte Auflegen der Hände an den jeweiligen Sicherheits-Energieschlössern bekommt Ihr Körper präzise Impulse, um sich wieder selbst zu regulieren:
- Die akute körperliche Anspannung lässt nach.
- Das Gedankenkarussell verlangsamt sich.
- Das Nervensystem erinnert sich daran, wie sich echte Entlastung anfühlt.
Natürlich passiert das nicht über Nacht. Es gibt kein einmaliges Handauflegen, nach dem schlagartig alles besser ist. Es ist ein Prozess – und Ihr Körper bestimmt ganz allein das Tempo, wann und wie viel losgelassen werden kann.
Es ist völlig normal, wenn Sie in den ersten Sitzungen vielleicht noch relativ wenig spüren. Oft sucht der Körper noch nach Ruhe oder der Kopf fährt noch mit: „Was fühle ich denn jetzt eigentlich, wenn sie die Hände auflegt? Muss ich etwas spüren? Funktioniert das hier wirklich?“
Das ist kein Fehler, sondern absolut menschlich. Genauso gut kann es sein, dass Sie schon in der allerersten Session eine tiefgreifende Entspannung spüren. Beides ist völlig in Ordnung.
Wer sich diesen Raum gibt, repariert nicht nur an der Oberfläche, sondern gibt dem Körper die Zeit, die er braucht, um sich wieder neu zu sortieren.
Zeit für ein ehrliches Innehalten?
Wenn Sie merken, dass Ihr Körper genau diese Pause braucht, um aus dem Dauermodus herauszufinden: Kommen Sie vorbei, legen Sie sich auf die Liege und lassen Sie den Körper sprechen.
Herzlichst,
Sylvia Dutzke